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Verschlossenheit

Was denkst du gerade?

Was denkst du gerade?

Verschlossenheit in der Beziehung macht es beiden Gesprächspartnern nicht leicht! Oft muss mal ein Trick her, um das Gegenüber zu knacken.

Während eines Gesprächs spüren wir, dass unser Gegenüber es uns nicht leicht macht, regelrecht eine Mauer errichtet oder ihre/seine Gedanken versteckt. Das empfinden wir als unehrlich, verunsichert uns und die Gedanken nehmen ihren Lauf: Habe ich irgendwas Falsches gesagt? Warum vertraut er oder sie mir nicht? Über was denkt sie nur nach?

Je tiefer wir jedoch nachbohren, desto mehr geht unser Gegenüber auf Distanz und die Situation wird von Frage zu Frage unangenehmer. Dabei müssen wir kein Kommunikationsguru sein, um eine Öffnung im Dialog zu erreichen.

Dazu braucht es in den meisten Fällen nur ein bisschen Sensibilität und die richtige Fragetechnik! Sie oder er soll unsere Fragen vor allem interessant finden. Wie schaffen wir das? Wie schaffen Sie das? Stellen Sie überraschende Fragen, die die Emotionalität und die Neugierde der/des Anderen ansprechen.

Wenn Sie wissen möchten, was Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner gerade durch den Kopf geht, sollten Sie nicht klassisch mit „Was denkst du gerade?“ nachhaken, sondern die Situation mit „Was müsste jetzt passieren, damit du laut loslachen würdest?“ oder „Wann war das letzte Ereignis, das dich zum Lachen gebracht hat?“ auflockern. So können Sie in Erfahrung bringen, was sie oder er sich wünschen würde, um wieder lachen zu können bzw. was ihr oder ihm offenbar gerade fehlt. Haben Sie auf diese Weise die Partnerin/den Partner einmal in angenehme Stimmung versetzt, entsteht in vielen Fällen früher oder später die Chance eher schwierigere Themen ansprechen zu können.