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Sinn des Lebens

Wenn der Partner oder die Partnerin alles besser weiß …

Wenn der Partner oder die Partnerin alles besser weiß …

Leben bedeutet kommunizieren – man kann nicht nicht kommunizieren, sagte schon Paul Watzlawick. Es wird dann nur zu einem Problem, wenn das Gegenüber einen nicht reden lässt. Egal was man sagt, die andere Seite weiß es besser – hat die Wahrheit gepachtet.

Sturheit, Besserwisserei und eine Prise Überheblichkeit können auf Dauer eine Beziehung belasten, wenn nicht zum Scheitern bringen, denn es ist eine Kunst, so einem Menschen gegenüber ruhig und gelassen zu bleiben. Mit viel Übung und Ausdauer kann man aber lernen mit dem Rechthaber umzugehen! Denn so einen Partner oder so eine Partnerin kann man nicht von einem auf den anderen Tag ändern. Positive Strategien und ein achtsamer Umgang mit Worten wären die ersten Schritte.

Was hält man dagegen, wenn der Partner oder die Partnerin sagt, es wäre so – und Punkt! Die Stimme erheben, streiten und dagegen argumentieren – da würde man auf das falsche Pferd setzen. Die Situation würde dabei nur eskalieren. Feiner Humor kann zeitweise helfen – er kann die angespannte Atmosphäre lösen und die Gemüter ein wenig beruhigen. Doch was dann?

Menschen, die andere belehren, meinen alles zu wissen. Sie wollen den anderen überlegen sein. Der Hintergrund ist oft mangelndes Selbstbewusstsein. Denn Besserwisser leben den absurden Versuch, durch die Abwertung anderer ihren eigenen Wert zu steigern – so ein wahrer Spruch. Mit Kontrolle und dem Imperativ wollen sie von ihren Mankos ablenken. Jeder Happen Anerkennung und Lob bringt wohltuende Nahrung für ihr schwaches Ego. Klugscheißen, um den Selbstwert zu erhöhen, ist hier die Devise. Mit Kritik können diese Menschen schlecht umgehen. Besserwisser sind die Klugscheißer unter den Dummköpfen – sagt dazu Gerhard Uhlenbruck.

Kennt man die Hintergründe, so kann der Partner oder die Partnerin besser mit der Sturheit und dem „Besserwissertum“ umgehen. Versteht man das Verhalten des Partners oder der Partnerin muss man nicht gegen Windmühlen kämpfen. Denn wie so oft geht es dabei nicht um eine kleine Sache – sondern um etwas, das erlernt wurde, um andere Punkte zu überdecken. Angriff ist die beste Verteidigung – so der Glaube. Doch wie sagte die österreichische Musikerin Elfriede Hablé so schön: Menschen, die glauben, alles besser zu wissen, sollten besser wissen, dass sie alles glauben.

Eine brodelnde Emotion, die mit dem Buchstaben „W“ beginnt!

Eine brodelnde Emotion, die mit dem Buchstaben „W“ beginnt!

Wenn Emotionen wie Wut oder Frust unterdrückt werden, reicht sehr oft ein kleiner Funke aus, um eine manchmal langjährig vergrabene und versteckte Emotion zur Explosion zu bringen. Die Umstehenden sind entsetzt – reagieren mit Verständnislosigkeit, Flucht, Abstand oder gar Passivität. Warum? Weil der Anlass des Ausbruchs meist nicht in Relation mit der Situation steht. Die unverhältnismäßige Reaktion ist für viele dann unverständlich.  

In der Wut verliert der Mensch die Intelligenz –  ein weises Sprichwort. Und dafür gibt es im Alltag zahlreiche Beispiele. Jemand schnappt Ihnen den letzten Parkplatz weg. Jemand drängt sich in der Schlange frech vor. Man knallt Ihnen vor der Nase die Tür zu. Im vollen Bus schnappt Ihnen jemand den letzten Sitz weg. Die Belegschaft geht genau dann auf Pause, wenn Sie endlich dran sein sollten. Nur dort ein leeres Regal im Supermarkt, wo eigentlich die neuen super Angebote liegen sollten.

Wenn man ausgeglichen ist, kann man sich wohl ärgern, aber man fühlt sich nicht automatisch benachteiligt oder persönlich angegriffen. Wutausbrüche in solchen Situationen wären maßlos übertrieben. Für manche ist aber genau in solchen Momenten das Maß voll und dann geht das Donnerwetter danieder. „Weise die Schuld demjenigen zu, der sie verdient und nicht demjenigen, der im Weg steht“.

Ausraster führen oft zu unangenehmen Folgen – zu Konflikten, die an sich vermeidbar wären. Selbstkontrolle und Gefühlsregulation würden uns da das Leben leichter machen – aber natürlich sollte man da den Willen dazu haben, an sich zu arbeiten. Wollen Sie das?

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Die Suche nach dem Sinn des Lebens

Gibt es den wichtigsten Zeitpunkt im Leben? Oder wer ist die wichtigste Person? Gibt es DIE Aufgabe in unserem Sein? Neugierig auf die Antworten? Neugierig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens?

Es ist Jahresende, und wie so viele habe auch ich über meinen Sinn des Lebens nachgedacht. Ja, es gibt solche Momente – und besonders nach so einem verrückten Jahr liegen solche Gedanken nahe. 2020 haben auch Jugendliche und Kinder mehr über ihr Dasein nachgedacht – Lebensmodelle und -formen hinterfragt. Bunt zu Papier gebracht haben es die Kleinen, die von der Schule aufgefordert wurden ihre Situation, ihre Wünsche auf Papier zu bringen. Erwachsene haben da andere Annäherungen. Ob tiefes Philosophieren, Diskutieren, Akzeptieren oder Kämpfen – auch hier gab es unterschiedliche Annäherungen auf die Frage: Was soll das Leben? Wo gehen wir hin? „Wenn‘st danach suchts, dann bring gleich ein Bier mit“ – wäre wohl die launische Wiener Antwort.

Bier habe ich keines Gefunden, aber dafür viel mit Familienmitgliedern und FreundInnen debattiert. In all meinen Jahren habe ich eines gelernt: Der Sinn des Lebens liegt in uns selbst! Ja, ich weiß, jetzt verdrehen Sie wieder die Augen. Aber ich bleibe trotzdem dabei! Es gibt keine Vorgaben oder Rezepte – nur wir selbst können ganz individuell den Sinn unseres Lebens in uns entdecken.

Viele Menschen halten sich an Albert Einsteins Zitat: Das Leben ist wie ein Fahrrad – man muss sich vorwärtsbewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Und so reisen sie oft kreuz und quer über den Globus, fahren von einem Ort zum anderen, ziehen sich eine Weltkultur nach der anderen rein und suchen über Erlebnisse ihrem Leben einen Sinn zu geben. Andere genießen – essen, trinken, geben sich den körperlichen Genüssen hin. Wiederum andere leben nach dem Spruch: „Wo Liebe ist, da ist der Sinn des Lebens erfüllt“. Ihnen geht es um die bedingungslose Liebe – die genommen, aber auch gegeben werden soll – was nicht einfach ist. Fragen sie zB. eine Mutter, die ihr wild pubertierendes Kind noch mit dem gleichen bedingungslos-liebenden Blick wie bei der Geburt ansehen soll. Nicht einfach – ich sage es ja!

Aber machen wir es nun kurz und bündig. Hier die Antworten auf die oben gestellten Fragen:
Der wichtige Zeitpunkt? Ist jetzt!
Die wichtigste Person? Steht vor Dir!
Die Aufgabe? Liebe dich und die Anderen!

Zu einfach? So nach dem Spruch: „Nach dem Sinn des Lebens gesucht – in der Küche Schokolade gefunden – habe mir die Antwort irgendwie spannender vorgestellt!“

Natürlich könnte ich über jeden einzelnen Punkt seitenlang etwas schreiben. Aber ich will lieber, dass Sie sich jetzt selbst wahrnehmen und erleben. Leben Sie ihr Leben jetzt! Lieben Sie ihr Leben jetzt! Genießen Sie ihr Leben jetzt! Egal wie alt Sie sind. Egal, was das Leben jetzt gerade für Verrücktheiten mit Ihnen macht – akzeptieren Sie die Herausforderungen mit einem Lächeln im Gesicht. Nicht umsonst sagt der Dalai Lama: „Der wahre Sinn des Lebens ist es glücklich zu sein“. „Ja“ – werden sie sagen – „aber das Leben ist nicht immer einfach“. Ich kontere dann gerne mit dem deutschen Philosophen Immanuel Kant: „Für die lernende Seele hat das Leben auch in seinen dunkelsten Stunden einen unendlichen Wert“.