Psychologische Beratung

Wenn das Kartenhaus zusammenfällt

Wenn das Kartenhaus zusammenfällt

Ein Ereignis passiert in unserem Leben und dann ist alles plötzlich ganz anders. Gibt es Möglichkeiten zu agieren und reagieren – oder gibt es keine Lösungen? Wir denken an andere Schicksalsschläge, bei denen „Zufälle“, Begegnungen und Hilfe kamen. Doch wo ist nun diese Magie? Wo sind diese Zauberkräfte in dem Moment, wo wir sie so sehr brauchen. Sie sind weder sichtbar noch fühlbar. Als hätten uns alle verlassen. Ja – als hätte die Welt uns vergessen!

In solchen Phasen des Lebens geben die einen auf  – andere aber erheben sich ächzend vom steinigen, kalten Boden, klopfen sich den Staub ab und bauen trotz fühlbarer Wunden, die meist noch immer bluten, ihr „Lebens“-Haus wieder auf. Dafür braucht es sehr viel Kraft und Mut. Keine einfache Arbeit – vor allem, weil man sich oft fragt, warum? Für wen? Wofür? Kraftlos, geschlagen liegen bleiben, seine Wunden zu lecken wäre doch so viel einfacher. Einfach aufgeben, weil es eh sinnlos ist – zumindest scheint es so in dem Moment.

Was für wen das Richtige ist entscheiden oft so viele Faktoren. Die Elemente, die dafür oder dagegen sprechen, beeinflussen aber ab diesem wichtigen und grundlegenden Moment unser restliches Leben. Sie sind das Fundament der Zukunft.

Die meisten von uns besitzen eine starke Resilienz – das bedeutet: sie haben die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Sie sind die ausdauernden Krieger und Amazonen des Lebens. Ihre Lebens- und Überlebenskraft ist ihr Motor. Andere wiederum sind wie ein Soldat einer guten eingespielten und zusammenhaltenden Einheit. Sie nützen die Stärke der Gemeinschaft! Sie nehmen im Moment der Schwäche die Hilfe ihrer Kameraden an. „Nobody is left behind“ – Niemand wird zurückgelassen!

Wie sieht das bei Ihnen aus? Können sie Hilfe leicht annehmen oder zögern sie? Fällt es ihnen leicht, eine sich in ihre Richtung ausstreckende Hand zu ergreifen – oder überlegen sie dann eher – „quid pro quo“- kann ich mich dafür erkenntlich zeigen? Will ich von dem oder der überhaupt Hilfe? Bleiben sie lieber allein Herrscher und Herrscherin ihrer Ruine? Wie lang kann man darin wohnen? Weil von leben kann man da wohl nicht mehr sprechen – und das wissen sie auch.

Wenn wir jetzt über Krisen reden, dann ist es eigentlich auch mal wichtig zu wissen, in was für einer Krise man sich eigentlich befindet. Denn nicht immer sind es reine traumatische Krisen. Oft sind es die verdammten Veränderungskrisen, die uns den Alltag sehr schwer machen und uns die Balance verlieren lassen. Wer mag denn schon Veränderungen? Vor allem ungewollte? Zählen wir mal die „alltäglichen“ auf: Berufswechsel, Firmen-Schließung, partnerschaftliche Trennungen/Scheidung, Auszug aus dem Elternhaus, Tod einer wichtigen engen Bezugsperson, Neubeginn in einem neuen Umfeld, usw. Auch gesundheitliche Veränderungen bedeuten riesige Umstellungen. Sie haben sowohl soziale, körperliche, aber auch psychische Auswirkungen, die oft schwer zu bewältigen sind.

Das Kartenhaus fällt zusammen oder es fühlt sich an, als wäre es schon zusammengefallen – so fühlen wir uns! Und das ist nicht nur unsere subjektive Empfindung. Zusätzlich herrscht ein emotionales Chaos. Gepaart wird das Ganze leider oft auch von einer bedrohlichen existenziellen Situation – der finanzielle Ruin. Das Ansehen in der Gesellschaft ist dahin. In dem Moment sehen wir keinen Ausweg aus der Situation! Als würde uns ein reißender Fluss ins grausame Nirgendwo hinwegzerren. Wir sind psychisch und physisch ohnmächtig. Jeder hat so einen Moment schon durchgemacht – die einen stärker, die anderen zum Glück schwächer. In solchen Momenten ist es umso wichtiger Hilfe anzunehmen!

Zögern sie nicht! Denn das Haus KANN wiederaufgebaut werden – mit einem soliden Fundament. Trauen sie sich, und erlauben Sie sich, das Ereignis zu überwinden. Entwickeln Sie neue Kräfte und stehen Sie auf. Ich unterstütze Sie gerne dabei! Gehen wir die ersten wackeligen Schritte gemeinsam – und den darauffolgenden Weg zusammen … bis Sie wieder Ihr Leben leben können. Sie sind nicht alleine!

Drei Dinge im Leben

Drei Dinge im Leben

Tagtäglich gehen wir Pläne an. Dabei motivieren wir uns voranzuschreiten und unsere Zielsetzungen zu erreichen. Manchmal per Staffellauf – manchmal einfach direkt in die Zielgerade stürmend. Es sind Projekte des Alltags, genauso wie Wünsche und Träume.

Am Ende des Tages legen wir uns dann ins Bett und flüstern uns auf die Schulter klopfend vor dem Schlaf noch zu: „Das war ein Tag! Uff! Wir haben es geschafft – wir haben es gemeistert!“ Es ist doch egal, ob wir dabei erfolgreich den Alltag bewältigt – oder auch einfach einen schweren belastenden Tag erfolgreich oder weniger erfolgreich hinter uns gebracht haben!

Jeder von uns hat seine To-do-Liste. Manchmal ist sie länger und manchmal kürzer. Manchmal nur für jetzt, manchmal für die Zukunft. Denn wir wollen so vieles erreichen. So vieles erträumen wir uns. Bei all dem Kuddelmuddel verlieren wir dann auch manchmal unsere Träume aus den Augen. Wir legen sie auf die Seite und unbeachtet verstauben sie dann.

Um die aber nicht zu verlieren helfen mir immer die 3er! Haben sie schon einmal nachgedacht, was für Sie die wichtigen oder die hinderlichen 3er sind? Oder die 3 unbezahlbaren Schätze, die Sie haben? Es gibt viele Gespräche mit Älteren, deren Ende kurz bevorsteht. Fragt man sie, was sie bereuen oder was sie der jüngeren Generation gerne noch auf ihren Weg mitgeben wollen, dann fallen oft drei große Themen: die Zeit – verpasste Chancen – Gespräche. Und da gibt es natürlich auch die 3 Dinge im Leben, die uns ruinieren können: unsere Trägheit, unser Stolz und unsere Eifersucht. Was sollte man stattdessen haben? Genau: Geduld, Hoffnung und Ehrlichkeit. Die drei kostbaren Schätze unseres Lebens, die wir leider allzu oft als selbstverständlich hinnehmen und dann schmerzhaft vermissen, wenn wir sie verlieren: die Familie, die Liebe und die Gesundheit.

Ja, das Leben ist voller Themen. Jedes Leben differenziert sich dabei ein wenig: je nachdem, welche wichtige Säule knirscht oder vielleicht auch gebrochen ist. Doch eines ist sicher: das Leben hat noch viel mit uns vor. Immer wieder hat es Überraschungen und lebenswerte Momente parat. Und auch die Tiefschläge und Schicksalsschläge formen uns und machen uns letztendlich zu den Menschen, die wir sind. Das sollte uns aber nicht bedrücken und unseren Blick nur noch auf den steinigen Weg richten. Wir sollten auch erblicken was uns umgibt! Und da ist meist mehr Liebe und Zuspruch vorhanden, als wir oft selber erkennen oder zugeben wollen!

Leichtigkeit in der Liebe trotz Homeoffice-Zeiten

Leichtigkeit in der Liebe trotz Homeoffice-Zeiten

Manche Menschen gehen lieber auf Nummer sicher in punkto Liebe. Ihr Credo: nicht verlieben – so erspart man sich viel Kummer und Schmerz. Die, die lieben sind jedoch anderer Meinung. Für sie gehört der Schmerz zuweilen auch effektiv dazu.

Ja, man muss halt mutig sein, um sich auf so ein Himmelfahrtskommando einzulassen. Das Auf und das Ab! Die Luftlöcher in den Himmelswolken, da können einem schon gehörig die Haare zu Berge stehen und die Balance verlieren lassen. Der gemeinsame steinige Weg und die nicht immer harmonischen, aber doch gemeinsam durchgefochtenen Projekte, sind eine oft größere Herausforderung als gedacht. Tapferkeit und Furchtlosigkeit sind gefragt. Auf der gemeinsamen Reise kann nämlich viel passieren. Da verliert man zuweilen nicht nur seine Unschuld, sondern auch mal die Nerven. Doch die Liebe gibt Kraft. 

Die Liebe erträgt vieles. Gemeinsam statt einsam – so schaffen wir es. Paare lernen dabei so einiges zu akzeptieren und auch auszuhalten. Immer wieder werden Paare durch Lebenssituationen auf die Probe gestellt. Immer wieder wird gekämpft – manchmal zu zweit – manchmal aber auch recht einsam. Auch jetzt in Zeiten von Corona. Hier hat es viele in den eigenen vier Wänden getroffen. Das Battlefield ist der kleine Wohnraum. Das Homeoffice, das Fremde, das sich nun ungebeten einfach breit macht und dabei tückische Fallen stellt.

Denn dort, wo sonst die Arbeit vor der Tür oder kurz danach mit den Schuhen keinen Einlass mehr bekommt, spielt sie plötzlich nun die Hauptrolle. Die Arbeit ist im Wohnzimmer angekommen und diktiert unbarmherzig den Tag. Die Harmonie der sonst eingespielten Beziehung ist dahin. Jeder muss jetzt Business sein – das Zoom-Meeting mit Chef und Kollegen muss profimäßig ablaufen. Da dürfen weder die Kinder hinten brüllen, noch der Gatte oder die Gattin aus der Küche lautstark nachfragen, wann denn endlich das dreckige Geschirr weggeräumt wird. Die Liebe, das gegenseitige Verständnis, der Freiraum, erleben da schnell ein mittleres Erdbeben mit Potential auf super Crescendo. Alles auf einmal: Job, Arbeit, Familie, Beziehung, Hobbies. Luft holen ausgeschlossen – geschweige denn eine ruhige Minute genießen. Dass es da sehr schnell, sehr eng und brisant werden kann, haben in den letzten Wochen wohl einige gemerkt.

Doch auch in dieser Situation können wir das Private vom Geschäftlichen trennen. Auch in dieser Zeit können wir uns von unserem Job distanzieren, sodass die Arbeit nicht unsere vier Wände beherrscht. Letztendlich sollte auch das Private im Privaten tonangebend sein.

Wie?

Der Umgang untereinander spielt dabei eine wesentliche Rolle. Das liebevolle, unterstützende Zusammensein ist die Grundlage. Nebenbei sollte man – wie sonst auch – keine viel zu hohe Ansprüche an sich stellen – geschweige denn an den Partner. Perfektionismus in Ausnahmezeiten ist ein Killer. Flexibilität, Verständnis und die Kommunikation sind die besseren Partner. Gerade die klare Kommunikation kann in stressigen Zeiten viele Missverständnisse einfach und leicht verpuffen lassen. Dabei sollten Wünsche und Pläne klar und ehrlich formuliert werden. Nur so kann man eine gemeinsame Lösung finden oder sogar Unterstützung erfahren. Vielleicht hat der Partner eine ganz andere wertvolle Idee um ein Problem zu lösen. Kreativität und eine kleine Portion Bereitschaft sind in stressigen Zeiten gefragt. Nur so kann die Beziehung weiter gehegt und gepflegt werden. Denn letztendlich hat so ein Homeoffice auch sehr positive Seiten. Der Weg zur Arbeit fällt weg, auch das lange Parkplatzsuchen – und so hat man mehr Zeit für die Zweisamkeit, die wir meist so sehr vermissen. Man kann sich voll und ganz dem Partner widmen – und vielleicht auch gemeinsam was Neues ausprobieren. Außerordentliche Zeiten haben nicht umsonst in der Geschichte immer wieder frischen Wind durch gute neue Erkenntnisse mit sich gebracht.

Versöhnen wir uns!

Versöhnen wir uns!

Ob in einer Beziehung, am Arbeitsplatz, im Freundeskreis oder in der Familie – überall kann es passieren, dass wir wegen eines Streites auf Distanz gehen oder bereits gegangen sind. Wir haben Brücken abgebrochen um Menschen hinter uns zu lassen. Streit, sich aneinander wetzen, sich ärgern – all das gehört „leider“ auch zu unserem normalen Leben. Aber die Versöhnung ebenfalls!

Wobei, das ist meist leichter gesagt als getan. Vergib! Versöhne dich! Der Klügere gibt nach! Ist das wirklich klug? Eines ist sicher: wenn sich die Möglichkeit ergibt, sollte man den Stier bei den Hörnern packen, zugreifen und es wagen sich zu versöhnen.

Viel Menschen streben nach Harmonie. Wir wollen eigentlich im Frieden – in Ruhe leben. Zusammenhalt – und das merken wir jetzt ganz besonders – ist uns wichtig, genauso wie soziale Kontakte. Wir haben jetzt die Chance neue Wege zu betrachten. Altes hinter uns zu lassen. Das bedeutet, dass wir auch alte Streiterei betrachten und sie zum alten Eisen legen – oder wie es so schön heißt – das Kriegsbeil begraben. Vergangenes gehört der Vergangenheit an. Schauen wir auf unsere derzeitigen Bedürfnisse. Vielleicht auch auf die, die uns motivieren auf einen „verlorenen“ Menschen wieder einen Schritt zuzugehen. Weil der Trottel uns dann halt doch fehlt.

Durch dauerhaften Streit kann sehr viel Stress entstehen – auch im Unterbewusstsein. Sie kennen das doch: das ist wie mit dem roten Tuch. Solange man es nicht sieht, sind wir in tiefer Harmonie und Glückseligkeit. Taucht aber der Fetzenschädel auf, dann sehen wir rot. Die Folgen: die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin explodieren. Unseren Blutdruck steigt, und die gesundheitlichen Folgen kennen wir auch: es sind nicht nur körperliche, sondern auch psychische. Der Geist, unser Menschenverstand wird dabei wie auf Mausklick ausgeschaltet. Wir sind dann nicht mehr Herr/Frau unserer Taten. Da spielen Ängste mit, Verstimmungen, aber auch unser kompromissloser Verhaltensmodus – kurz auch Sturschädel genannt. „Klick“ und wir verhalten uns wieder wie pubertierende Kinder, denen man das WLAN einfach ohne Vorwarnung, bösartiger Weise, abgedreht hat. Wir wissen, dass wir uns nicht mehr mit feiner Ratio bewegen – können aber in dem Moment nichts machen. „Klick“!

Es gibt aber sehr wohl, sehr gute Wege zur Versöhnung. Perspektiven sollten dafür gewechselt werden. Ja und manchmal ist es auch sinnvoll sich wieder an damals – an den Streit zu erinnern. Denn viele Menschen streiten sich seit Jahrzehnten, wissen aber nicht einmal mehr warum! Rückblickend war der Auslöser vielleicht nur eine Lappalie – ein kleines Hoppala. Ein nicht zurückgegebener Lieblingskorkenzieher kann da schon mal zu einem kleinen Weltkrieg ausarten, wo alle Stricke und Nachbars-Allianzen gezogen und ausgespielt werden.

Der erste Zugang zu einer Lösung: meist ganz einfache Fragen! Was ist damals wirklich passiert? Warum bin ich so in Saft gegangen? Was hat mich, oder den anderen wirklich verletzt, gekränkt?

Ach ja – und natürlich gibt es auch Fälle, bei denen man auf Versöhnung lieber verzichten sollte. Ja – die gibt es auch!

Aber die beiden sollten gut auseinandergehalten werden. Ich unterstütze Sie gerne dabei! Denn nicht nur Alt oder Jung – auch alte oder junge Streitigkeiten können bearbeitet werden.

Hinter der Maske

Hinter der Maske

Der Mund-Nasenschutz, auch bekannt unter der Gesichts-Maske, ist derzeit vor aller Munde. Über die Zweckmäßigkeit wird viel diskutiert. Aber ob wir wollen oder nicht: in manchen Bereichen müssen wir sie tragen. Und in einem sind wir uns auch sicher: die Masken werden uns in unserem Alltag nicht hindern oder behindern!

Meist soll etwas verborgen oder verdeckt werden. Ob Gefühle, das eigene Aussehen. Sie kam zum Einsatz, um geheimnisvoll oder aber auch furchteinflößend zu wirken. Die Maske hatte und hat viele Funktionen. Auch bei verschiedensten kulturellen Ritualen wird sie noch immer weltweit gerne eingesetzt.

In der Rokoko-Zeit war die Maske hingegen ein Gesichtsschmuck: sie reizte. Die höhere Gesellschaft wusste damit im Exzess zu kokettieren.

Es gibt aber auch KünstlerInnen, die nicht einmal einen Fremdkörper brauchen, um eine Maske aufzusetzen: die PokerspielerInnen beherrschen ihre persönliche Maskerade in Perfektion.

Die Gesichtsmaske, die wir jetzt in der Corona-Krise tragen, ist hingegen simpel. Sie sei wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Sie hat eine Schutzfunktion. Wie damals verdecken wir auch heute mit dem gekauften oder liebevoll selbst geschneiderten Stück Stoff einen Teil unseres Gesichtes.

So mancher kommt dabei drauf, wie schwierig es nun ist Menschen zu verstehen. Wir merken einerseits, wie sehr wir doch beim Zuhören – ob durch schlechtes Hören oder einfach nur aus Gewohnheit – von den Lippen ablesen. Und dann fehlt uns auch der Gesichtsausdruck. Jegliche Mimik, Emotion wird damit verdeckt. Dabei müssen wir vorsichtig sein: Wirkt was Lustig-Sarkastisches ohne Gesichtstheater? Schwer! Auch das Flirten, das Lächeln – das sich Zulächeln – all das läuft derzeit nicht mehr so richtig mit dem sogenannten Schutz vor dem Papperl. Dabei wären gerade diese kleinen menschlichen Gesichtsemotionen in der Zeit der Unsicherheit so wichtig. Sie unterstützen und verbinden. Das meist schüchterne verdeckte Lächeln erkennt niemand mehr. Und so gefriert einem langsam das Lachen hinter dem liebevoll gestalteten Blumentuch.

Und deswegen möchte ich nun allen Mut machen noch mehr zu lachen als sonst! Auch hinter der Maske! Denn wenn wir es richtig machen, dann heben sich dabei unsere Wangen und die Stirn. Die Augen glänzen verschmitzt. Pfeifens´ drauf: selbst wenn es die Anderen nicht erkennen können – es ist trotzdem wichtig! Für uns! Warum? Die positive Wirkung des Lachens ist medizinisch eindeutig belegt. Das Lachen hat in vielen therapeutischen Bereichen einen sehr hohen Wert. Wer schon einmal bei mir war, weiß, dass Humor, Fröhlichkeit und Lachen in meiner Praxis eine wichtige Rolle spielen.

Wir können besser atmen! Wir versorgen unsere Lungen und unser Gehirn großzügig mit Sauerstoff. Die dabei zahlreich eingesetzte Muskulatur stärkt unser Immunsystem. Der Lachmuskel – ja den gibt es und er heißt Zygomaticus – spannt allein 15 Gesichtsmuskeln an. Wenn wir so einen richtigen herzhaften Lachkrampf bekommen, presst unsere Lunge Luft mit unglaublichen 100km/h stoßartig aus. Spannend nicht? Beim Lachen ist also nicht nur das Gesicht beteilig!

ACTION! – Schreit da der eigene Regisseur und verlangt absoluten Körpereinsatz. Und dann geht das Theater im Körper los! Luft wird in die Lungen gepresst. Blutkörperchen rasen aufgeputscht durch das System. Der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Die Muskeln beben, der Körper verbiegt sich, die Tränen quellen raus, die Stimmbänder vollführen atemberaubende Vibratos. Tja und manchmal spielt auch ungewollt die Blase kurz mal mit.
Alles ist Aktiv – und manchmal unglaublich schön unkontrolliert. Das Innerste kommt in seiner vollen Schönheit raus!

Nach einem Lachanfall fühlen wir uns unglaublich entspannt und zufrieden. Warum? Weil das Zentrum für die menschlichen Gefühle im limbischen System – unserem sogenannten alten Teil des Gehirns, maßgeblich mitspielt.

Also lasst uns mehr lachen. Auch hinter unseren Masken.
Und wer sich damit schwertut: auch bestimmte Atemtechniken haben einen unglaublichen Effekt auf unser Wohlbefinden. Ich bringe es Ihnen gerne bei.

Wir geben nicht auf! Wie sagen sie das so schön in Fernsehen: so schaffen wir das – so kriegen wir das hin!

Die Angst nicht allein sein zu wollen – kennen Sie das?

Die Angst nicht allein sein zu wollen – kennen Sie das?

Um sich nicht so einsam zu fühlen schalten viele den Fernseher oder das Radio ein. Es geht oft nicht ums zuhören – es geht darum zumindest eine andere Stimme als seine eigene in den vier Wänden zu hören. Die Stimmen in einem drinnen verstummen dann – oder wird zumindest so leise, dass man sie nicht mehr hören kann.

Kennen Sie Ihre Stimme? Also ich kenne meine sehr gut. Warum haben so viele Menschen Angst ihre Stimme zu hören – oder anders gesagt: Angst, allein zu sein?

Wir fühlen uns alle gerne lebendig und aktiv. Wir treffen uns mit Freunden, gehen aus, unternehmen Ausflüge, machen Reisen. Es ist auch eine Art von Ablenkung – auch von den eigenen Gedanken. Dabei, wenn man weiß wie man es macht, kann das Alleinsein, ohne sich dabei einsam zu fühlen, der Schlüssel für das eigene Lebensglück sein.

In der aktuellen Zeit, in der wir aus gesundheitlichen Gründen und aus Respekt zu anderen aufgefordert sind, zu Hause und allein zu bleiben, ist es umso wichtiger mit dem Alleinsein richtig umzugehen. Als erstes: seien Sie gut zu Ihnen! Behandeln Sie sich mit der gleichen Umsicht, wie Sie auch andere behandeln würden. Sie sollten sich aufbauen, sich aufmuntern statt sich – so wie es viele machen – zu kritisieren. Selbstkritik ist in solchen Momenten nicht angebracht.

Hier ein paar Tipps für den Umgang mit Ihnen 😊

1. Gleich in der Früh, beim Aufstehen beginnen Sie mit einem Komplement an sich selbst! Ich verspreche Ihnen: das hat eine Auswirkung auf den ganzen restlichen Tag.

2. Lobe Sie sich! Selbst bei kleinen Projekten: „Das war gut! Das ist mir absolut gelungen!“. Versuchen Sie es mal beim Runtertragen vom Mist! Ich sage Ihnen: selbst bei so einem trivialen Vorhaben geht es gleich beschwingter zu.

3. Lernen Sie sich besser kennen. Je besser Sie sich reflektieren können, umso besser können Sie auch für sich sorgen.

4. Seien Sie sich gegenüber nachsichtiger. Ein freundlicherer Umgang mit sich selbst ist immer hilfreich – vor allem wenn die „Affen“ im Kopf wieder einmal kritisch herumkreischen wollen oder es tun. Hören Sie nicht auf sie!

5. Lassen Sie sich auch einmal selbst in Ruhe! Auch Sie dürfen einmal Pause machen. Die Stimme da oben muss nicht immer alles analysieren oder jede Situation bis ins Unendliche sezieren und erklären. Ein gutes Buch ist da oft effizienter – und ganz nebenbei kann man dabei auch noch so manches lernen und erfahren! Auch über sich selbst.

Ob in Ausnahmezuständen oder im normalen Alltag: die Chance etwas für sich selbst zu tun, sich um sich zu sorgen, ist in erster Linie immer für einen selbst gut – und folglich dann auch für die anderen. Für sich stehen, sich kennen und seine eigenen Werte anerkennen, das ist wichtig! Es ist ein Gewinn! … und ich helfe Ihnen gerne dabei!

Wenn wir den Horizont erweitern

Wenn wir den Horizont erweitern

dann ist das auch insgesamt für unser Leben eine wichtige Erweiterung – ein Wachstum. Das Leben hat heutzutage ein rasantes Tempo aufgenommen. Alles wird immer schneller – ob unsere Computer, das Handy, bis hin zum Essen und Kaffee „to go“. Alles „schnell schnell schnell“! Wir bleiben, oder versuchen zumindest, dabei am Ball zu bleiben – und dabei verändern auch wir uns. Und was passiert unterdessen mit unserem Geist? Unseren Wünschen und Bedürfnissen? Der Mensch strebt von Natur aus nach Wachstum, nach Lebendigkeit. Aber kann er denn heute noch richtig lebendig sein? Hat er Zeit sich zu entwickeln und Lösungen für sich zu finden?

Ich arbeite mit verschiedenen Methoden und Techniken, die meinen Kunden ermöglichen innerlich zu wachsen. Der Geist soll dabei die Chancen erhalten neue Fähigkeiten in sich selbst zu entdecken. Warum brauchen wir das, werden Sie mich jetzt fragen!

Ganz einfach: jeder von uns hat Bedürfnisse, Ziele, Talente. Und sie alle wollen gefordert, gefördert und gepflegt werden. Sie bekommen in meiner Beratung die Möglichkeit sich richtig kraftvolle große Ziele zu setzen. Wohlwollende Ziele, die bearbeitet und zielstrebig umgesetzt werden. Eine Sache sollten wir aber schon im Vorhinein bedenken und beachten: jeder Mensch definiert „Erfolg“ anders. Jeder hat individuelle Ziele. Dennoch: die Ziele allein machen uns nicht zu dem was wir sind – sondern unter anderem auch unsere Berufung. Anders gesagt: unsere „Mission“!

Mit mentaler Kraft können wir nicht nur Berge versetzen, wir können unser Leben so kreieren, dass uns jeder Moment in unserem Alltag zufrieden stellt. Jeder von uns kann nämlich seine negativen Erfahrungen auf persönlich konstruktive Weise umwandeln! Denn letztendlich sind es gerade diese Erfahrungen, die – richtig genutzt – die Macht haben uns weiterzubringen.

Sie haben das schon einmal irgendwo gehört, aber selbst noch nie erlebt? Wenn Sie mich fragen, dann bedeutet das „noch nie“, dass sie Ihre Ziele noch nicht erreicht haben, dass Sie für Ihre Probleme die Lösungen noch nicht gefunden haben, dass Blockaden noch nicht überwunden wurden und Wege oder Strategien noch nicht gefunden wurden.

Aber dagegen lässt sich etwas machen! Aktivieren wir gemeinsam Ihre Ressourcen. Fokussieren und aktivieren Sie Ihre neuen Möglichkeiten und Ressourcen!

Warum halten wir oft an Partnerschaften fest, die uns nicht glücklich machen?

Warum halten wir oft an Partnerschaften fest, die uns nicht glücklich machen?

Sie oder auch er fragen sich irgendwann einmal: Was hält mich eigentlich? Dieser Kuss – unsere gemeinsame Wohnung – der letzte Urlaub – reicht uns das? Reicht das was ich mit dem andere habe? Die schmerzvolle Wahrheit ist, dass die Liebe allein nicht ausreicht.

Als aller Erstes müssen wir erkennen, dass wenn Liebe da ist, es nicht automatisch bedeutet: „Die wahre Liebe“, „Das Traumpaar“ „Bis dass der Tod uns scheidet“. Denn wenn der Alltag kommt, flauen die Emotionen und das hormonelle „High“ meist ab. Die Logik und das rationale Handeln sitzen nun wieder auf den ersten Plätzen fußfrei. Und genau dann folgen die Probleme. Glasklar erkennen wir dann unsere anfänglichen Fehleinschätzungen. Denn am Beginn einer Liebe, ist es uns meist egal wie uns die andere Seite wirklich wahrnimmt. Ob sie uns schätzt, oder ob sie überhaupt in unsere Art das Leben zu Leben hineinpasst.

Ein weiterer Punkt ist: Die Liebe kann keine Probleme lösen wie zum Beispiel Distanzen. Ob Fernbeziehung, oder lange Absenzen durch Beruf, Familie – ob Unterforderung oder Überforderung. Viele kommen bald drauf, dass das „so lange wir zusammenhalten, kann uns nichts geschehen“ nicht wirklich der Schlüsselsatz oder die ultimative Lösung ist. So gesehen ist die Liebe im Alltag vielen Tests und Krisensituationen ausgesetzt, die man individuell lösen muss.

Die Frage: was hält die Liebe denn jetzt wirklich aus? Wie überlebt sie Krisen? Wie kann sie im grauen Alltag wieder bunt werden? Die wichtige Romantik, die dabei von vielen heraufbeschwört wird und der Schlüsselmoment vieler Roman-Bestseller ist, hält leider im Alltag nicht immer das was er verspricht. Die vielen Kleinigkeiten und Missverständnisse, die oft das scharfe Paprika der Fernsehserien sind, führen im realen Leben zu Missmut, Zorn, Zweifel und führen letztendlich zum Tod aller Gefühle.

Doch wir müssen vertrauen – von Anfang an! Im Laufe unseres Lebens treffen wir viele interessante Menschen – und wenn wir bereit sind, haben wir Chance um Chance um uns zu verlieben und eine dauerhafte Liebe zu leben. Wir müssen dabei immer und immer wieder bereit sein ohne Erwartungen der Liebe zu begegnen.

Die Leidenden werden nun fragen: Aber ist die Liebe nicht jedes Opfer wert? Wenn wir jemanden lieben, dann sind wir bereit alles zu tun. Wir sind bereit für den Partner oder die Partnerin durchs Feuer zu gehen. Wir akzeptieren dabei alle Macken, Launen und Charakterschwächen. Die eigenen Bedürfnisse werden dabei ganz hintenangestellt – die Alarmanlage im eigenen System wird schon vorbeugend abgeschaltet. Ist das richtig?

Meine Antwort und Erfahrungen zu all diesen Fragen: Die Liebe funktioniert, wenn wir dauerhaft bereit sind an uns zu arbeiten. Wenn wir nicht unsere Visionen und Wunschvorstellungen automatisch im Anderen suchen. Jede Beziehung ist anders und hat ihre eigenen Qualitäten – und wir sind diejenigen, die sie herauskristallisieren können. Wir haben es in der Hand, wie sich eine Beziehung entwickelt und auch weiterentwickelt. Wie heißt es so schön: Wir schmieden unser Glück selbst!

Die, die sich nicht trauen – versus – die, die sich viel zu viel trauen….

Die, die sich nicht trauen – versus – die, die sich viel zu viel trauen….

Während einige sich kaum etwas trauen, zutrauen und Veränderungen mit Skepsis und Unwohlsein begegnen, preschen andere wiederum nach vorne, ohne sich viel Gedanken zu machen.

Egal welche Seite: beide sind überzeugt, dass es jeweils der richtige Weg ist. Beide trotzen dabei oft Signalen, die sie zum Nachdenken anregen sollten! Der Ausgang der Geschichte ist: die einen können dabei viel Geschirr zerbrechen, während die anderen unglaubliche Chancen verpassen.

Die dabei wesentliche Frage, die sich danach viele stellen ist: „war es richtig, dass ich so entschieden habe“? Ob in der Liebe, beim Hausbau, bei einer Trennung, bei einer bevorstehenden Pensionierung, oder anderen Ereignisse: nicht immer muss dabei alles auf den Kopf gestellt werden oder einfach alles passiv angenommen werden. Bei Veränderungen muss man herausfinden: was ist gut und was geht zu weit?

Eine individuelle Beratung und eigene Methoden können helfen das herauszufinden. Im Wirrwarr der Gefühle helfen Gespräche auch um aufzuspüren, was wirklich die eigenen persönlichen Bedürfnisse sind. Und die sind recht unterschiedlich, denn nicht immer ist das Erfolgsrezept des einen auch die Lösung des anderen.

Ich kann Ihnen nur raten: haben sie Mut! Bestimmen SIE ihr Leben und nehmen Sie das was Ihnen wichtig ist in die Hände und handeln Sie. Ich unterstütze Sie gerne dabei.

Wenn wir trauern …

Wenn wir trauern …

…hat das immer etwas auch mit Liebe zu tun. Im Allgemeinen ermöglicht uns nämlich auch die Liebe Gefühle auszudrücken – sie zu leben. Die Liebe zu unserer Familie, zu Freunden, zu tierischen Begleitern und zu unserem Leben.

Wenn wir einen Verlust erleben und trauern, ändert sich von einer Sekunde auf die andere vieles. Oft brennen sich dabei Erlebnisse in unserer Seele ein. Wenn wir Abschied nehmen betrachten wir zurückblickend vieles mit einem „milderen Auge“. Die Trauer gehört jedoch ganz allgemein zum Leben dazu. Dabei macht jeder von uns eigene Erfahrungen – vor allem wie wir ganz persönlich mit dem Trauer-Prozess umgehen. Jeder hat dabei seine ganz individuelle Art und Weise. Es hängt auch davon ab von wem wir uns verabschieden – wie nah stand uns die Person? Was für einen Platz hat sie oder aber auch das Tier in unserem Leben eingenommen? Die Trauer ist auch je nach alter unterschiedlich. Kinder bis 15 Jahren empfinden bei Verlusten anders als Erwachsene. Je älter wir werden umso bewusster wird uns meist, war für Konsequenzen der Verlust auf uns hat. Keine Auswirkung hat es jedoch ob wir in Phasen der Trauer irrational oder rational reagieren.

Die Trauer ist jedoch der Schlüssel zur Aufarbeitung und zum Abschiednehmen. Die Emotionen kommen dabei nicht nur von innen, auch von außen gibt es emotionale Reaktionen, mit denen wir umgehen und fertig werden müssen. Die Gesellschaft, unsere Umgebung reagieren generell recht unterschiedlich auf unsere Verluste.

Oft bemerken wir, dass die Trauer von unserer Gesellschaft sehr gerne weggeschoben, ausgeklammert oder verdrängt wird. Ja, es ist leichter sich sicherheitshalber nicht damit auseinanderzusetzten. Dennoch – nur die direkte Konfrontation mit dem Thema, kann die Wunden der trauenden Personen heilen. Wenn man liebt, dann liebt man aufrichtig, wahrhaftig. Genauso wie in der Liebe gibt es auch in der Trauer kein Richtig und kein Falsch.
Wenn wir trauern, einen Verlust erleben, dann haben wir oft das Gefühl, dass das Leben nie wieder gut wird. Das Leben nicht mehr lebenswert ist.

Wir stellen uns dann oft die Frage: Was ist noch gut? Das Leben verändert sich mit einem Schlag. Nichts bleibt wie es war. Nichts wird mehr wie es war. Und doch: Wenn wir uns gegenseitig stützen, kann es wieder „gut“ werden!

Niemand will auf dieser Erde traurig sein und leiden. Doch diese Gefühle gehören jedoch auch zum Menschsein dazu. Wir müssen lernen mit Verlusten umgehen. Das Negieren oder Wegschieben dieser Empfindungen kann fatale Folgen haben – vor allem wenn wir Gefühle von klein an abtrainieren. Uns wurde gelernt tapfer zu sein, sich zusammenzureißen, die Zähne zusammenzubeißen, nicht darüber zu sprechen, weil es weh tut oder weil man es ganz allgemein nicht macht.

Dieses Verhalten verursacht jedoch Blockaden in unserem Leben. Die Ängste, die dadurch entstehen, können Depressionen verursachen, die uns dann in unerwarteten Moment wieder einholen.

Was hilft? Was kann ich also beim Trauer tun? Ganz einfach: die Trauer in jeder Form zulassen. Soweit es möglich ist Begegnungen zulassen. Nach draußen gehen und in Bewegung bleiben. Sich etwas von der Seele schreiben und es auf Papier bringen. Oder auch ganz einfach Musik hören. Letztendlich kann man nichts falsch machen. Alles was gut tut, ist da genau richtig. Und ja – sie dürfen auch Lachen und in der Trauerphase Glück verspüren. Auch das ist nicht verboten!